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Themenübersicht


Bekämpfungssituation in Heidelberg

Nachdem 2015 erstmals Vorkommen der Asiatischen Tigermücke Aedes albopictus im Stadtgebiet von Heidelberg entdeckt wurden, werden die Ansiedelungen der invasiven Stechmückenart seit 2018 im Auftrag des Gesundheitsamtes Rhein-Neckar-Kreis systematisch bekämpft. Durch gezielte Maßnahmen und dank der Mithilfe und Kooperation der betroffenen Anwohner konnte die Population in vielen Stadtteilen ganz ausgelöscht oder stark dezimiert werden. Während in einigen Stadtteilen noch Reste der ursprünglichen Tigermückenpopulation vorhanden sind, wurden in anderen Gebieten neue Tigermückenfunde gemeldet. Diese im Verlauf des letzten Sommers entdeckten und gemeldeten Sichtungen der Tigermücke sprechen dafür, dass sie sich neue Verbreitungsgebiete erschlossen hat oder auch verschleppt wurde. Mit Ausnahme von Einzelfällen gab es bisher aufgrund des schnellen Eingreifens noch keine übermäßige Belästigung durch diese sehr stechfreudige und tagaktive tropische Mückenart. Dies soll auch im Jahr 2020 verhindert werden. Ziel ist es, die Population wieder vollständig auszulöschen, wie es auch im Kraichgau gelungen ist. Die Bekämpfung erfolgt in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises und dem Ordnungsamt der Stadt Heidelberg.
Unter Beachtung der Corona-Schutzmaßnahmen sind hierzu folgende Maßnahmen vorgesehen:

  • Um sich auszuweisen, führen die Mitarbeiter der Icybac GmbH ein Schreiben des Ordnungsamtes Heidelberg und ihren Personalausweis mit sich. Sie halten den erforderlichen Abstand ein, tragen einen Mundschutz und desinfizieren sich regelmäßig die Hände.
  • Im Umfeld der letztjährigen Tigermückenfunde kommen die Mitarbeiter der Icybac GmbH zu den Anwohnern der betroffenen Grundstücke, um dort die Bekämpfung aller potentiellen Brutstätten mit dem Wirkstoff B.t.i. vorzunehmen.
  • Informationen zu Quarantänefällen haben die Mitarbeiter der biologischen Tigermückenbekämpfung nicht, diese Daten liegen nur dem Gesundheitsamt vor und in Abstimmung mit diesem ist vereinbart, dass den betroffenen Anwohnern die Möglichkeit der Bekämpfung potentieller Brutstätten mittels B.t.i.-Tabletten gegeben wird.
  • Im weiteren Verbreitungsgebiet der Tigermücke in Heidelberg werden Flyer und B.t.i.-Tabletten verteilt, damit die Anwohner potentielle Brutstätten selber behandeln können.

Als Verbreitungsgebiet 2020 und somit auch als Bekämpfungsgebiet wird der Bereich der letztjährigen Tigermückenfunde mit dazwischenliegenden, im Jahr 2019 noch nicht bekämpften Bereichen, zuzüglich einer Pufferfläche am Rand angesehen. Bei ersten Kontrollen Ende April 2020 in kleinen Teilbereichen konnten bisher noch keine Tigermückenlarven gefunden werden. Die flächendeckende und regelmäßige Bekämpfung über die nächsten Monate ist jedoch entscheidend für den Erfolg.
Je größer die Unterstützung der Anwohnerinnen und Anwohner ist, umso eher kann das Ziel erreicht werden.
Sobald die Corona-Schutzmaßnahmen die flächendeckenden Bekämpfungsmaßnahmen durch geschultes Personal der Icybac GmbH wieder zulassen, soll diese am wirkungsvollsten geltende Art der Bekämpfung  wieder im gesamten Verbreitungsgebiet erfolgen.