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Themenübersicht


Bekämpfungssituation in Weinheim

Seit dem ersten Auftreten einer Tigermücken-Population in der Weststadt 2019 wird die Asiatische Tigermücke Aedes albopictus  in Weinheim systematisch bekämpft. Durch gezielte Maßnahmen und dank der Mithilfe und Kooperation der betroffenen Anwohner konnte die Population im Bereich des Erstfundes stark dezimiert werden. Jedoch sprechen die im weiteren Verlauf des letzten Sommers entdeckten und gemeldeten Sichtungen der Tigermücke in anderen Bereichen der Weststadt dafür, dass die Population nicht erst seit 2019 in Weinheim aktiv ist und das Verbreitungsgebiet größer ist als zunächst angenommen. Dennoch gab es bisher aufgrund des schnellen Eingreifens noch keine übermäßige Belästigung durch diese sehr stechfreudige und tagaktive tropische Mückenart. Dies soll auch im Jahr 2020 verhindert werden. Ziel ist es, die Population wieder vollständig auszulöschen, wie es auch im Kraichgau gelungen ist. Die Bekämpfung erfolgt in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises und dem Ordnungsamt der Stadt Weinheim.
Unter Beachtung der Corona-Schutzmaßnahmen sind hierzu folgende Maßnahmen vorgesehen:

  • Um sich auszuweisen führen die Mitarbeiter der Icybac GmbH ein Schreiben der Stadt Weinheim mit sich. Sie halten den erforderlichen Abstand ein, tragen einen Mundschutz und desinfizieren sich regelmäßig die Hände und das in Klarsichtfolie befindliche Schreiben der Stadt Weinheim.
  • Im Umfeld der letztjährigen Tigermückenfunde kommen die Mitarbeiter der Icybac GmbH zu den Anwohnern der betroffenen Grundstücke, um dort die Bekämpfung aller potentiellen Brutstätten mit dem Wirkstoff B.t.i. vorzunehmen.
  • Informationen zu Quarantänefällen haben die Mitarbeiter der biologischen Tigermückenbekämpfung nicht, diese Daten liegen nur dem Gesundheitsamt vor und in Abstimmung mit diesem ist vereinbart, dass  den betroffenen Anwohnern  die Möglichkeit der Bekämpfung möglicher Brutstätten mittels B.t.i.-Tabletten gegeben wird.
  • Im weiteren Verbreitungsgebiet der Tigermücke in der Weststadt werden Flyer und B.t.i.-Tabletten verteilt, damit die Anwohner potentielle Brutstätten selber behandeln können.

Als Verbreitungsgebiet 2020 und somit auch als Bekämpfungsgebiet wird der Bereich der letztjährigen Tigermückenfunde mit dazwischenliegenden, im Jahr 2019 noch nicht bekämpften Bereichen, zuzüglich einer Pufferfläche am Rand angesehen. Da anzunehmen ist, dass eine flächendeckende Ausbreitung stattgefunden hat, können schon letztes Jahr Eier am Rand der mit Wasser gefüllten Gefäße oder Gullys abgelegt worden sein, aus denen jetzt Larven geschlüpft sein können.
Bei ersten Kontrollen Ende April 2020 in kleinen Teilbereichen konnten bisher noch keine Tigermückenlarven gefunden werden. Die flächendeckende und regelmäßige Bekämpfung über die nächsten Monate ist jedoch entscheidend für den Erfolg.
Je größer die Unterstützung der Anwohnerinnen und Anwohner ist, umso eher kann das Ziel erreicht werden.
Sobald die Corona-Schutzmaßnahmen die flächendeckenden Bekämpfungsmaßnahmen durch geschultes Personal  der Icybac GmbH wieder zulassen, soll diese am wirkungsvollsten geltende  Art der Bekämpfung  wieder im gesamten Verbreitungsgebiet erfolgen.